Mit Wein umrandeter Eingang mit Glastür

Die Vision

Das sind wir

Das tun wir

Wir berichten aus unserem besonderen Alltag als interkulturelle /-religiöse Gemeinschaft über Glaube, Liebe, Hoffnung und Sehnsucht, aber auch Konflikte, Scheitern, Toleranz und Versöhnung und zeigen auf, dass es auch ganz anders geht.

Die Idee dahinter

Seit Sommer 2015 befindet sich ganz Deutschland in einer Selbsterfahrungsgruppe der Art, wie sie bisher nur von subkulturellen Randgruppen praktiziert wurden. Die Globalisierung kam bisher vor allem in Form von Waren auf unsere Bildschirme und in unsere Läden, Küchen, Wohnzimmer und Köpfe, in kaum überschaubarer Vielfalt und dank der Wirtschaftsbeziehungen sehr preisgünstig. Nun kommen auch die Menschen zu uns, die wir bisher draußen halten konnten und deren Länder wir als Touristen bereisten. Man kann sie ja nicht auf Dauer in den Elendsvierteln unserer Weltwirtschaft von uns fern halten, wo sie unseren Luxus produzierten und sich mit unseren Waffen gegenseitig bekämpften.

Die Philosophie des Connectionhauses im oberbayerischen Niedertaufkirchen basiert darauf, dass alles mit allem verbunden – connected – ist. Die Ideen, die unser Leben bestimmen, sind mit anderen Ideen verbunden, wir Menschen mit anderen Menschen, und die Waren, die wir einkaufen, fallen nicht vom Himmel. Die ganze Natur ist in sich miteinander verwoben, sie besteht aus einem Geflecht oder Gewebe von Fließgleichgewichten. Kein Mensch, kein Haus, kein Land ist eine Insel. In unseren Mikrokosmen spiegeln wir auf je einzigartige Weise den Makrokosmos wider. In unserem Zusammenleben zeigen sich die Strukturen und Wirkungen des politischen, wirtschaftlichen und geistigen Weltgefüges.

Was uns im Connectionhaus auszeichnet ist der Versuch, nicht nur interkulturell zusammenzuleben, sondern transkulturell. Wir wollen nicht nur interreligiösen Begegnungen Raum geben, sondern ins Transreligiöse eintauchen, in den Raum jenseits von deiner und meiner Herkunftsstruktur, denn, wie Einstein sagte: Unsere Probleme sind nicht auf den Ebenen lösbar, auf denen sie entstanden sind. Das gilt für die wirtschaftlichen Probleme ebenso wir für die sozialen, religiösen, menschlichen und kulturellen. Um ein Problem lösen zu können, müssen wir deshalb unseren Standpunkt wechseln, uns auf eine andere Ebene begeben, das ist mit Transzendenz gemeint. Die Beheimatung in einem weltanschaulichen Lager gibt uns Menschen relative Geborgenheit. Um Frieden zu finden mit Menschen anderer Herkunft müssen wir jedoch über unsere jeweiligen relativen Beheimatungen hinausschauen in den größeren Raum, der uns alle birgt in einer tieferen Art von Geborgenheit und Heimat – immerhin sind wir alle Bewohner dieser Erde, die uns trägt.

Das Connectionhaus will für diesen Schritt in den größeren Raum einen praktischen Rahmen bieten. In jedem Menschen mit seiner je anderen, spezifischen Akkulturation, Herkunftskultur, Heimat können wir neben dem Spezifischen auch das allgemein Menschliche finden, das, was uns allen gemein ist. Auf der Basis dieser Entdeckung können wir – angstfrei und neugierig – unsere Verschiedenheiten noch viel besser bewundern und zelebrieren.